Urinalkondome
Urinalkondom
Indikation
- Dranginkontinenz (z.B. bei Schlaganfall, Morbus Parkinson, Multiple Sklerose)
- Vorübergehende Inkontinenz nach operativen Eingriffen an Prostata oder Blase
- Altersbedingte Inkontinenz
- Urinverlust durch Medikamentennebenwirkung
Materialeigenschaft/
Wirkprinzip
- Material Latex oder Latexfrei
- transparenter, flexibler Schaft mit Knickschutz
- verschiedene Ausführungen (in Durchmesser und Länge)
- einteiliges (integrierte Haftfläche) und zweiteiliges System (Urinal mit Haftstreifen)
- externe Urinableitung unter Umgehung der Harnröhre
Vorteile
- für Allergiker geeignet
- auch bei retrahiertem Penis anwendbar
- Externe Ableitung verhindert retrogrades Keimwandern und damit Harnwegsinfektionen
- Vermeidung von Harnröhrenstrikturen
- Urin kann frei abfließen, auch bei sitzenden Anwendern
- Alternative zum Dauerkatheter
- Diskretion
- Soziale Kontinenz
- Durch Verwendung der Messschablone kann eine genaue Größenauswahl des benötigten Kondoms stattfinden
Nachteile/ potentielle Komplikationen für die Betroffenen
Zu klärende Fragen vor Verwendung:
- Entleert sich die Blase restharnfrei?
- Verfügt der Betroffene über eine ausreichende Penislänge, um das Kondomurinal sicher zu fixieren?
- Ist die Haut intakt oder durch Urin vorgeschädigt?
- Verfügt der Betroffene über eine ausreichende Hand- und Fingerfunktion oder muss die Versorgung durch eine Fremdperson erfolgen?



